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El Silbo

Etwas ist anders als auf den anderen Kanarischen Inseln. Auf La Gomera wurde ein ganz bedeutendes Relikt aus Zeiten der Ureinwohner bis heute gewahrt. Wenn man genau hinhört erkennt man in den Straßen der Insel hohe Pfeiftöne, El Silbo bedeutet Pfiff. Die Guanchen entwickelten ihre Pfeifsprache zum einen um sich über weite Entfernungen verständigen zu können, aber auch als eine Art Geheimsprache die Piraten nicht verstehen konnten. So half die Sprache ihnen dabei, ebenfalls erfolgreich gegen die spanischen Eindringlinge im 15. Jahrhundert zu fungieren. Nachdem El Silbo während der letzten Jahrhunderte immer mehr verschwand, wurde in den 80er und 90er Jahren wieder etwas beigetragen um diese Sprache vor dem Aussterben zu bewahren. In den Schulen auf La Gomera wurde El Silbo seit 1999 wieder zum Pflichtfach ernannt und die UNESCO trug El Silbo 1982 in ihre Liste der zu schützenden Weltkulturgüter ein. Bei El Silbo werden durch Zeigefinger und Mittelfinger Töne erzeugt die eine Reichweite bis zu zehn Kilometer ermöglichen. Um die Sprache verstehen zu können unterscheidet man in Tonhöhe und Tonlänge. Dabei kommen lediglich zwei Vokale und vier Konsonanten zum Einsatz.



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